Sunken Gardens: Ein üppiger Schatz

Kinder aller Altersgruppen verlieren sich gerne in den üppigen und exotischen Anlagen dieses ruhigen Ortes mitten im Zentrum von St. Petersburg.

Mit dem Suchbegriff „tropisches Paradies“ werden von Google 16.700.000 Treffer ausgegeben, ein klarer Beweis dafür, dass dieser Begriff überstrapaziert wird.

Neben ganzjährig wunderbarem Wetter sollte ein tropisches Paradies Schönheit, Ruhe und eine einzigartige Natur bieten. Es muss ein Ort sein, der dich mit seiner Schönheit überwältigt.

Mit anderen Worten, er sollte ungefähr wie Sunken Gardens sein.

Diese Sehenswürdigkeit auf einer Fläche von 1,6 Hektar im Zentrum von St. Petersburg ist eine einhundert Jahre alte Oase der Ruhe, ein botanisches und biologisches Fest für die Sinne mit über 50.000 tropischen Pflanzen (aus über 500 Arten) sowie Flamingos und anderen exotischen Vögeln.

Auf gepflasterten Wegen lässt sich der Garten einfach durchqueren, doch die hier anzutreffenden Schätze machen es schwer, ihn wieder zu verlassen. Lass die Kinder ruhig herumtollen. Lass dir von ihnen erzählen, was sie in den dichten Blättern und hinter der nächsten Kurve entdeckt haben. Die Schätze dieses Geländes wollen entdeckt werden.

Eine Tour durch die Gardens

Nachdem du die Gardens betreten und einen Platz mit einem Brunnen überquert hast, folgst du dem Weg zum Hauptweg und wendest dich dann nach rechts. Auf die exotischen Vögel und Flamingos folgen endemische und invasive Pflanzen. Hinter dem Amphitheater befindet sich der bezaubernde Orchideenbaum. Der Krotongarten blendet seinen Betrachter im Sonnenlicht, wenn die kräftigen Blätter schillernde Orange-, Gelb- und Rottöne spiegeln: ein Feuer ohne Flammen.

Alle Besucher mit grünem Daumen und scharfen Augen haben ihre wahre Freude an Kaladien, weißen Paradiesvögeln, Losbäumen (aus Java), brasilianischen Spinnenblumen und Blue Ginger (Thai-Ingwer) (der weder blau noch Ingwer ist — weitere Informationen dazu findest du auf dem Schild neben der Pflanze). In den Gardens kannst du außerdem kubanische Königspalmen und Bougainvillea bestaunen, mit die ältesten Pflanzen im Südosten der USA.

Wenn du um die Ecke gehst, gelangst du zum „Growing Stone“, einem versteinerten Kalksteinfelsen. Hier bist du eingeladen, dich zu setzen. Das Schild sagt hierzu „Nach der Legende wird jedem, der auf dem alten Stein sitzt, Ruhe, innere Harmonie und das Talent, Wachstum zu fördern, geschenkt.“

Mehr als Pflanzen

Wie am Growing Stone zu sehen ist, haben die Sunken Gardens mehr als nur Pflanzen zu bieten. Und das wird schon bald bei einem Stopp am Wishing Well, Photo Ring, Wasserfall und Wedding Lawn deutlich (ist ein Besuch des Growing Stone nicht genau das Richtige für den Anfang einer Ehe oder die Erneuerung von Versprechen?).

Beim Verlassen des Wedding Lawn führt der Pfad über eine kleine gebogene Brücke und auf einen der längeren geraden Wege durch die Sunken Gardens. Drehe dich auf dem leicht bergauf führenden Pfad um und genieße den herrlichen Blick. Palmen, jede Menge niedrige, glänzende Tropenpflanzen und das gefilterte Licht des späten Vormittags lassen an Postkartenmotive denken. Dreh dich wieder um und setze deinen Weg in den größten offenen Bereich der Gardens fort.

Rechts vom Weg befindet sich ein japanischer Garten. Hier finden minimalistische Elemente ihren Weg in die Außengestaltung: „Die eingeschränkte Nutzung von Pflanzen, Steinen und Verzierungen“ für einen übergeordneten Zweck: „die Betrachtung der Einfachheit dieser Gestaltung ermöglicht es dem Betrachter, das große Ganze im Kleinen zu finden, ein philosophisches Ideal des Zen.“

Folge dem Pfad nach oben und gehe unter einem Bogen aus Naturmaterialien hindurch: zusammengewachsene Zweige, die den Eindruck einer Pergola erwecken. Auch hier wird der Eindruck vermittelt, dass sich im Kleinen etwas Großes verbirgt. Die ineinander verschlungenen Zweige, die sich hin und her winden, üben auf jeden Faszination aus.

Wenn du den offenen Bereich erreicht hast, fühlt sich der Sonnenschein angenehm an, sogar Mitte Juli. Geh weiter zum Pfad nördlich des Treffpunktes und genieße den Spaziergang. Hier wartet ein Kaktus- und Sukkulentengarten auf dich.

Das Verlassen der Sunken Gardens ist ein bisschen schockierend. Man verliert das große Ganze leicht aus dem Auge, wenn man sich von den kleinen Dingen faszinieren lässt, wie den Farben der Blüten und den geheimnisvollen Windungen der Zweige. Wenn du dann wieder auf dem Parkplatz ankommst, stellst du fest, dass du für ein paar Stunden Autos und andere Fallen der modernen Zivilisation hinter dir lassen konntest.

Komm ruhig noch einmal wieder, und nimm an einer offiziellen geführten Tour durch den Garten oder an einer der wechselnden gärtnerischen Veranstaltungen oder an einem der Workshops (viele richten sich an Kinder) teil. Du kannst gerne mehrfach in die Schönheit der Natur und die Ruhe eintauchen.      

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